Große Verleihungsurkunde zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Generalleutnant Wilhelm Bohnstedt

Artikelnummer: 11764

Inspekteurder Infanterie

Kategorie: Update


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Beschreibung

Wir freuen uns, Ihnen diese besondere Ritterkreuzmappe des Generalleutnants Wilhelm Bohnstedt Ritterkreuz als Kommandeur der 32. I.D., anbieten zu dürfen.

Das Datum datiert " Führerhauptquartier, den 13. März 1941". Original Unterschrift Adolf Hitler. Die Ritterkreuzmappe aus rotem Leder mit Gold geprägtem Hoheitsadler.Die Innendeckel mit Pergamentspiegeln und handvergoldeter Linieneinfassung. Am rückseitigen unteren Rand mit Signatur " Frida Thiersch".Die Urkunde auf großem Pergament-Doppelblatt von Hand geschrieben, der Name des Beliehenen " Wilhelm Bohnstedt" in erhabenem Gold gehalten. Die Verleihungsmappe befindet sich in gutem Zustand, die Ecken nur leicht bestoßen, der rote Halteriemen für das Pergamentblatt ist noch unbeschädigt.Ein besonders schönes Stück für einen Generalmajor nicht häufig am Markt zu finden!

Generalleutnant Wilhelm Bohnstedt
geb. 5.10.1888 in Schmarsow
gest. 11.8.1947 in Hameln a.d. Weser



Johannes Wilhelm Bohnstedt wurde am 15.10.1888 in Schmarsow bei Prenzlau geboren und trat am 12.03.1909 als Fahnenjunker dem 6. Brandenb. Infanterie-Regiment "von Alvensleben" Nr. 52 bei. Vom 01.03. bis zum 01.04.1911 zur Infanterie-Schiess-Schule Lockstedter-Lager kommandiert, kommt Bohnstedt im Jahre 1912 für 1/4 Jahr zur sMG-Ausbildung auf den Truppenübungsplatz Altengrabow. Wieder bei seinem Regiment erhält er vom 01.10. bis zum 15.11.1913 eine Kommandierung zur Gewehr-Fabrik Spandau und wird schließlich am 16.11.1913 in die MG-Kompanie des Infanterie-Regiments 52 versetzt, mit der er am 02.08.1914 an die Westfront in den Raum Mons-Aisne ins Feld zieht. Dort wird er am 14.09.1914 durch ein Schrapnell bei Fort Comde am Ober- und Unterschenkel verwundet. Ins Lazarett verlegt und ab dem 15.09.1914 dem Ersatz-Bataillon des Regiments zugeteilt, kommt Bohnstedt nach seiner Genesung am 18.01.1915 an die Front zurück, wo er als Führer der MG-Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 270 eingesetzt wird. Im Jahre 1915 Teilnehmer an den Kämpfen westlich der Somme und nach der Verlegung des Regiments an die Ostfront im Raum Gorlice-Tarnow, am San, bei Przmysl und Lemberg, bei Cholm und bei Brest-Litowsk, sowie in den Pripjet-Sümpfen. Am 01.10.1916 zum MG-Offizier beim Regimentsstab ernannt, übernimmt er vom 05.10. bis zum 17.12.1916 die Leitung eines MG-Kurses in Bolsk, der vom 30.01. bis zum 14.03.1917 wiederholt wird.
Durch Bruch des Wadenbeines durch Hufschlag, wird er am 05.05.1917 verletzt, kann aber bei der Truppe verbleiben. Am 10.07.1917 wird er zum Führer des II. Bataillons seines Regiments ernannt und am 01.08.1917 zum Führer des I. Bataillons, sowie am 14.08.1917 zum Führer des III. Bataillons unter Beibehaltung der Geschäfte des Regiments-MG-Offiziers.
Vom 23.09. bis zum 26.09.1917 nimmt er am 1. Ausbildungs-Kursus im Flieger-Beschuss und im indirekten Schiessen in Slonim teil und übernimmt dann vom 30.10. bis zum 14.12.1917 die Führung des II. und III. Bataillons. Als solcher wird er vom 25.12.1917 bis zum 16.01.1918 als MG-Offizier zur 82. Reserve-Division kommandiert und am 01.02.1918 zum Führer des II. Bataillons ernannt. Dem folgt vom 09.02. bis zum 15.02.1918 eine Kommandierung zum 4. Lehrgang an der Heeres-Nachrichtenschule II in Saarburg und am 16.02.1918 die Kommandierung in den Stab des I. Bataillons. Zu diesem Zeitpunkt muss also schon die Verlegung des Regiments an die Westfront erfolgt sein, wo das Regiment an den Maashöhen, bei Avre, Montdidier, Noyon, Arve, an der Maas und bei Reims zum Einsatz kam. Zwischenzeitlich kehrte er am 20.02.1918 in den Regimentsstab zurück und wird vom 17.03. bis zum 21.03.1918 zum Führer-Lehrgang nach Wörth kommandiert. Wieder bei seinem Regiment, übernimmt Bohnstedt am 06.04.1918 die Führung der 7. Kompanie und am 16.04.1918 die Führung des II. Bataillons, bis zum 12.06.1918. Ab dem 31.07.1918 Kommandeur des III. Bataillons, wird er am 21.08.1918 in die 3. Ersatz-MG-Kompanie des III. Armee-Korps versetzt und wird nach der Versetzung zur 195. Infanterie-Division, am 23.09.1918, mit der Führung des Reserve-Jäger-Bataillons 15 beauftragt.
Nach Ende des 1. Weltkriegs übernimmt Bohnstedt am 01.03.1919 das Kommando über das Freiwilligen-Bataillon Unruhstadt und ist ab dem 24.02.1920 Chef der 1. MG-Kompanie im Reichswehr-Schützen-Regiment 10, das als Grenzschutz an der brandenburgisch-polnischen Grenze im Einsatz stand. Bohnstedt bleibt auch nach Umbenennung des Regiments in Reichswehr-Infanterie-Regiment 10, am 16.05.1920 beim Regiment und wird am 28.09.1920, mit Wirkung vom 01.10.1920, in das Infanterie-Regiment 8 versetzt, wo er den Posten des Chefs der 4. (MG) Kompanie übernimmt. Als solcher wird er dann vom 28.04. bis zum 17.05.1924 zu einem MG-Lehrgang nach Königsbrück kommandiert. Vom 22.09. bis zum 11.10.1924 ist er Leiter des sMG-Lehrgangs der 3. Division in Döberitz und wird am 16.02.1927 mit Wirkung vom 01.03.1927 zur Kommandantur nach Hannover versetzt, unter gleichzeitiger Kommandierung in den Stab der 6. Division. Weiterhin erfolgte vom 09.01. bis zum 14.01.1928 eine Kommandierung zur Sonderausbildung im Reichswehr-Ministerium in die dortige Abteilung Waffenamt/Prüfwesen.Vom 20.04. bis zum 12.05.1928 auf Auslands-Urlaub, kommt er am 24.02.1928 mit Wirkung vom 01.04.1928 als Rittmeister in die 4. Eskadron des 14. Reiter-Regiments und nimmt vom 09.10. bis zum 24.10.1928 am Kampfschul-Lehrgang A in Döberitz teil. Außerdem erhält er vom 07.01. bis zum 12.01.1929 eine Sonder-Ausbildung zum Waffen-Offizier beim Waffenamt (Prüf.) und wechselt dann am 15.03.1930 mit Wirkung vom 01.04.1930 als Hauptmann in den Stab der 6. Division. Mit Wirkung vom 01.10.1930 kommt Bohnstedt dann jedoch wieder als Rittmeister und Fürsorge-Offizier in den Stab des 4. (Preuß.) Reiter-Regiments, um dann mit Wirkung vom 01.08.1933 das Kommando über das Ausbildungs-Bataillon im 8. (Preuß.) Infanterie-Regiment zu übernehmen.


Am 01.10.1934 übernimmt er das Kommando über das Infanterie-Regiment Glogau und ab dem 15.10.1935 des Infanterie-Regiments 51. Als solcher erhält er vom 12.05. bis zum 15.05.1936 eine Ausbildung zur taktischen Verwendung von Panzer-Abwehr-Geschützen der Infanterie in Döberitz.
Mit Beginn des 2. Weltkriegs steht das Regiment im Rahmen der 18. Infanterie-Division in Polen im Einsatz und nimmt auch am beginn des Feldzuges im Westen teil. Kurz vor Beginn des Feldzuges zum Generalmajor befördert, wird er am 04.06.1940 mit sofortiger Wirkung zum Führer der 32. Infanterie-Division ernannt und soll sich beim II. Armee-Korps in Noyelle, 15 Kilometer nordöstlich Abbeville melden. Für die Erfolge der Division unter seine Führung wird er am 16.09.1940 zum Ritterkreuz eingereicht, was jedoch abgelehnt wird.


Am 20.10.1940 wird er mit Wirkung vom 01.10.1940 zum Kommandeur der 32. Infanterie-Division ernannt und nimmt mit dieser dann am Russland-Feldzug teil. Dort mit Wirkung vom 15.04.1942 in die Führer-Reserve versetzt, wird er am 21.04.1942 mit Wirkung vom 01.05.1942 zum Inspekteur der Infanterie im OKH, beim Chef der Heeres-Rüstung und Befehlshabers des Ersatz-Heeres in Berlin ernannt. Ende Juli 1941 hatte Bohnstedt den Befehl erhalten, mit seiner Division längs der Strasse Loknja-Cholm das Sumpfgebiet westlich Cholm zu durchstoßen und die Stadt zu nehmen. Doch verteidigte sich der Gegner längs der Strasse mit großer Verbissenheit. Dadurch entschloss sich Bohnstedt den Schwerpunkt des Angriffs auf das Ostufer des Lowat und im weiteren Verlauf des Angriffs auf das Ostufer der Kunja zu verlegen. Mit diesem Entschluss brachte die 32. Infanterie-Division die Stadt Cholm am 02.08.1941 schließlich zu Fall. Bohnstedt erhielt dafür am 13.10.1941, als Generalmajor und Kommandeur der 32. Infanterie-Division, das Ritterkreuz.


Mit Wirkung vom 25.01.1945 in die Reserve versetzt und  wird mit Wirkung vom 22.02.1945 zur Wehr-Ersatz-Inspektion Hannover kommandiert, um dort als Wehrersatz-Inspekteur eingearbeitet zu werden. Damit übernimmt er dann mit Wirkung vom 05.03.1945 den Posten des Wehr-Ersatz-Inspekteurs Hannover. Diese Kommandierungen bzw. Ernennungen werden jedoch mit Befehl vom 07.03.1945 nicht wirksam erklärt und Bohnstedt stattdessen wieder in die Reserve versetzt.


Am 03.04.1945 wird er mit Wirkung vom 30.06.1945 aus der Wehrmacht entlassen und dem Landsturm II zugeteilt. So gerät er am 08.05.1945 in Gefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wird. Da er bereits am 11.08.1947 in Hameln verstarb ist unklar ob er dabei noch in Gefangenschaft war.


 

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