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mit EXTREM seltenen Ritterkreuz (unmagnet. ohne Punzen) frühste Version von Juncker

Wir freuen uns, Ihnen diesen umfangreichen Ritterkreuznachlass des Oberst Paul-Hermann Werner Kommandeur im Panzer-Regiment 31 "Rote Teufel" anbieten zu dürfen. Highlight der Gruppe sind das extrem seltene Ritterkreuz, was auch als "Mutter aller Ritterkreuze" bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um die unmarkeriete und unmagnetische Version von Juncker, Berlin. Es sind die ersten Ritterkreuze die an die allerersten Beliehen des Krieges ausgegeben wurden - früher geht es nicht ! Zudem der sehr aufwändig familär angelegte Gedächtnis-Band über die „Roten Teufel“ und Oberst Paul-Hermann Werner mit vielen Fotos und Zeitungsauschnitten.

Paul-Hermann Werner wurde am 19. März 1893 in Stade bei Hamburg geboren und trat um 1912 als Fahnenjunker in die preußische Armee ein. Am 20. August 1912 erfolgte die Beförderung zum Seconde-Lieutenant im preußischen, zum XVIII. Armeekorps gehörenden Eisenbahn-Regiment Nr. 2 in Hanau. Mit diesem zog er auch im Sommer 1914 in den Ersten Weltkrieg, diente während des Krieges im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 229, und wurde insgesamt viermal verwundet. 1917 Beförderung zum Oberleutnant; nach Ende des Krieges Übernahme in die Reichswehr, zunächst im 1. Pommerschen Reichswehr-Infanterie-Regiment Nr. 3. 1926 wurde er zum Hauptmann im Stab der 2. Kraftfahr-Abteilung befördert, 1927 zum Chef von dessen 2. Kompanie. 1931 erfolgte, veranlaßt von Oberst Heinz Guderian (1888-1954 – später Generaloberst der Panzer), seine Versetzung ins Reichswehrministerium in Berlin. Am 1. Januar 1937 wurde Werner zum Oberstleutnant und Ernennung zum Kommandeur der Panzer-Abwehr-Abteilung 20 in Hamburg befördert, im Herbst 1938 zu dem der Panzerabwehrtruppen im Wehrkreis X in Hamburg.

Nach dem sogen. „Polenfeldzug“ erfolgte seine Beförderung zum Oberst und Ernennung zum Kommandeur des Panzer-Regiments 31, zuweilen auch als „Sudeten-Panzerregiment“ bezeichnet, das zur 5. Panzer-Division gehörte. Zu Beginn des sogen. „Westfeldzuges“ am 10. Mai 1940 führte Werner sein Regiment über Belgien gegen Arras im äußersten Norden Frankreichs (wo er im Ersten Weltkrieg das EK I erworben hatte) und erstürmte die sogen. „Lorettohöhe“.

Am 3. Juni 1940 wurde ihm von Generaloberst Walther von Brauchitsch (1881-1948 – später Generalfeldmarschall), Oberbefehlshaber des Heeres, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die Verleihungsbegründung liest sich wie folgt: „Oberst Paul Hermann Werner hat als Kommandeur eines Panzerregiments durch sein entschlossenes, tapferes Verhalten und seine geschickte Führung den Vorstoß starker feindlicher Panzerkräfte gegen eine wichtige Vormarschstraße abgewiesen und verhindert. Später hat er selbständig den Entschluß gefaßt, die Festung Maubeuge [an der belgisch-französischen Grenze – Anm. des Autors] vom Süden her zu nehmen. Er besetzte mit Teilen seines Regiments die Zitadelle und zwei Forts und hielt sie bis zum Eintreffen weiterer Verstärkungen.“

Später überquerte Werner, wie stets an der Spitze seines Regiments, das von „Freund und Feind“ nach seinem Regimentsabzeichen, einem roten Teufelskopf, allgemein „die roten Teufel“ genannt wurde, bei Amiens in der Picardie die Somme, und schloß zusammen mit der 7. Panzer-Division den Kessel bei Saint-Valery-sur-Somme an der Somme-Mündung in den Ärmelkanal. Nach einem Gewaltmarsch von 360 Kilometern erreichte er am 19. Juni 1940 als erster Offizier der Wehrmacht den französischen Marinehafen Brest an der Westspitze der Bretagne. Im Verlauf eines Badeunfalls im Atlantik erlag Werner nur wenige Tage darauf am 30. Juni 1940 einem Herzinfarkt. Nachdem am 5. Juli 1940 in der Hamburger Hanseatenkaserne die Trauerfeier stattgefunden hatte, wurde er am folgenden Tag in Cambs bei Schwerin beigesetzt.

Die Gruppe enthält folgende Orden & Ehrenzeichen:


- Ritterkreuz des Eisernen von der Firma C. E. Juncker. Maße 54,6 x 48,3 mm. 28,2 g. Nicht magnetisch mit Zinkkern. Es sind die ersten Ritterkreuze die an die allerersten Beliehen des Krieges ausgegeben wurden - früher geht es nicht ! Siehe dazu auch im Fachbuch: D. Maerz, "Das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes", Seite 69-74.
Diese Juncker Ritterkreuze wurden bei den beiden ersten Verleihungszeremonien am 30. September 1939 (13 Stück) und am 27.Oktober 1939 ebenfalls (13 Stück) an die allerersten Beliehenen des Krieges ausgegeben. Dazwischen fand am 18. Oktober noch eine Einzelzeremonie für den U-Boot Kommandanten Günther Prien statt. Bei den wenigen Ritterkreuzverleihungen (27 Stück) bis Anfang 1940 gehe ich von weniger als 100 Stück von diesem Typ hergestellten Ritterkreuzen aus. Dieses Stück ist eines der 100 ersten Kreuze !!!-7-fach Ordenspange mit fünf von ursprünglich sieben Auszeichnungen.
Orden von links nach rechts:
- Eisernes Kreuz II. Klasse 1914
- Königlicher Hausorden von Hohenzollern Ritterkreuz mit Schwertern. Anfertigung der Firma Godet in Berlin, Silber vergoldet, eine Schwertspitze etwas verbogen, auf dem   Rand des unteren Kreuzarms punziert „JG&S. 938.“
- Bayern Militär-Verdienstorden, Kreuz 4. Klasse mit Schwertern, Silber, Medaillons Gold, emailliert
- Hamburg Hanseatenkreuz Buntmetall versilbert und emailliert
- Ehrenkreuz des Weltkrieges für Frontkämpfer Herstellerpunze „G & S“
Auf der Rückseite mit Hersteller-Etikett der Firma C. G. Ulrich Nachf. in Hamburg- graviertes Eisernes Kreuz 1. Klasse 1914. Eisenkern geschwärzt, Silberzarge, auf der Rückseite Herstellerpunze „WS“ für die Firma J. Wagner & Sohn in Berlin. Besonders hier die Gravur „Arras / 24.12.1919“. Nadelhaken fehlt- sehr frühes und ebenfalls eines der ersten Panzerkampfabzeichen in Silber, hohl geprägte Ausführung vom Hersteller Juncker, sogenannter "Porsche" in der Buntmetallversion. Absolut selten zu finden - Verwundete 1914 als durchbrochene Ausführung in sehr guter Erhaltung

Alle Orden sind auf einem Samtkisten drapier, welches im Angebot enthalten ist.

Die Gruppe enthält folgende Urkunden & Dokumente:

- eine Vielzahl von Papieren ca 30 Stück wie Vorläufige Besitzzeugnis zum EK II 1914, EK I, Besitzzeugnisse zum Verwundetenabzeichen für drei und für vierfache Verwundung, Urkunde Grenzschutzabzeichen, Verleihungsurkunden zur ungarischen, österreichischen und bulgarischen Kriegserinnerungsmedaille, Verleihungsurkunde zum Kommandeurskreuz 2. Klasse des schwedischen Wasa-Ordens und zur Wehrmachts-Dienstauszeichnung 1.Klasse. Zudem viele weitere Dokumente und Schriften- Sehr aufwändig gestalteter gedruckter und durch die Familie angelegte Gedächtnis-Band über die „Roten Teufel“ und Oberst Werner. Viele Infos über die Ritterkreuz-Verleihung und die Trauerfeierlichkeiten Oberst Werners mit Fotos. Es sind 109 Seiten, gebunden, mit geprägtem Eisernen Kreuz 1939. Besonders hier die zahlreichen Originalfotos und zeitgenössische Zeitungsausschnitte und Todesanzeigen sowie ausführlichen Berichten und Schilderungen mehrerer Autoren, u. a. auch aus dem OKW-Bericht.

Seltene Gelegenheit auf einen traumhaft dokumentierten Ritterkreuz-Nachlaß des bedeutendsten Kommandeurs des legendären Panzer-Regiments 31 aus dem ersten Kriegsjahr. Nachlass von hoher historischer Seltenheit. Die „Roten Teufel“ waren besonders durch das taktisches Können und ihren Kommandeur Werner in der Panzertruppe bekannt und beim Feind als „Red Devils“ oder „Diables Rouges“ sehr gefürchtet.

 

 

Paul-Hermann Werner wurden im Laufe seiner militärischen Karriere folgende Orden und Ehrenzeichen verliehen:

- Preußen: Eisernes Kreuz 1914 II. Klasse, 1914 oder 1915;
- Preußen: Eisernes Kreuz 1914 I. Klasse, am 27. Dezember 1915;
- Bayern: Militär-Verdienstorden 4. klasse, im Jahre 1916;
- Hamburg: Hanseatenkreuz;
- Deutsches Reich: Abzeichen für Verwundete in mattweiß für dreimalige Verwundung, am 6. Mai 1918;
- Preußen: Königlicher Hausorden von Hohenzollern, Ritterkreuz mit Schwertern, am 20. Juni 1918;
- Deutsches Reich: Abzeichen für Verwundete in mattweiß für viermalige Verwundung, am 29 November 1918 (sic!);
- Grenzschutzabzeichen – blaugelbe Schleife, am 18. August 1919;
- Deutsches Reich: Ehrenkreuz des Weltkrieges für Frontkämpfer, wohl 1934;
- Sachsen-Ernestinischer Hausorden, Komturkreuz mit Schwertern am Ring, am 1. Dezember 1935;
- Deutsches Reich: Wehrmachts-Dienstauszeichnung II. Klasse, am 2. Oktober 1936;
- Ungarn: Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern und Helm, am 4. Februar 1937;
- Schweden: Königlicher Wasaorden, Kommandeurskreuz 2. Klasse, am 30. April 1937;
- Österreich: österreichische Kriegserinnerungsmedaille mit den Schwertern, am 20. Dezember 1937;
- Bulgarien: Kriegserinnerungsmedaille, am 10. Januar 1938;
- Deutsches Reich: Wehrmachts-Dienstauszeichnung I. Klasse, am 26. März 1938;
- Deutsches Reich: Spange 1939 zum Eisernen Kreuz II. Klasse 1914, wohl 1939;
- Deutsches Reich: Spange 1939 zum Eisernen Kreuz I. Klasse 1914, wohl 1940;
- Deutsches Reich: Orden des Eisernen Kreuzes (1939), Ritterkreuz, am 3. Juni 1914;
- Deutsches Reich: Panzerkampfabzeichen in Silber


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Hersteller C.E.Juncker Berlin SW
14.590,00 €



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