Nachlass Johannes Reinmöller (Universitätsrektor) mit bayrischem Militär-Sanitäts-Orden 2. Klasse

Artikelnummer: 10561

EXTREM SELTEN nur 161 Verleihungen

Kategorie: Bayern - Königreich


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Beschreibung

Wir freuen uns, Ihnen diesen extrem seltenen Nachlass des Johannes Reinmöller (Königlich bayerischen 10. Feldartillerie-Regiment), anbieten zu können. Highlight der Gruppe ist der bayrischer Militär-Sanitäts-Orden 2. Klasse in Traumzustand.

Johannes Albert Reinmöller (*25. Mai 1877 in Bebra; ? 1. März 1955 in Heidelberg ) war ein deutscher Kieferchirurg, Hochschullehrer und Universitätsrektor.

Reinmöller, Sohn eines Bahnbeamten, wuchs in Bebra auf, besuchte dort die Dorfschule und bestand die Reifeprüfung am Gymnasium in Hersfeld. Im Wintersemester 1897/98 begann er an der Philipps-Universität Marburg mit dem Studium der Medizin, das er an der Hessischen Ludwigs-Universität und ab dem Sommersemester 1901 an der Universität Rostock weiterführte. Reinmöller wurde 1898 im Corps Hasso-Nassovia aktiv (xxx,x,x). 1899 schloss er sich auch dem Corps Hassia an (x). 1903/04 war er Volontärassistent an der Zahnklinik Breslau. 1904 legte er in Rostock die medizinische, 1905 die zahnärztliche Staatsprüfung ab. 1905 wurde er auch zum Dr. med. promoviert. Das zahnärztliches Staatsexamen bestand er 1905 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1907 gründete er eine private Fachkrankenanstalt mit sechs kieferchirurgischen Betten in Rostock. Es war die erste Fachklinik dieser Art in Deutschland. Rostock, wo erst relativ spät das Zahnmedizinstudium eingerichtet wurde, übernahm damit eine Wegbereiterfunktion auf dem Gebiet der klinischen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. 

Johannes Reinmöller ? zahnärztlich und ärztlich approbiert ? war zugleich Lektor für Zahnmedizin an der Universität Rostock. Nach der Habilitation wurde er 1909 Privatdozent für das Fach Zahnheilkunde an der Medizinischen Fakultät. 1910 wurde für ihn ein Extraordinariat in Rostock eingerichtet. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Stabsarzt der Landwehr im Königlich Bayerischen 10. Feldartillerie-Regiment teil. 1917 erhielt er in Rostock den ersten in Deutschland geschaffenen Lehrstuhl für Stomatologie. In jener Zeit auch politisch engagiert, war er ab 1921 für die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) Mitglied im Landtag des Freistaates Mecklenburg-Schwerin.

1921 folgte Reinmöller dem Ruf der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Er war zwei Jahre Dekan der Medizinischen Fakultät und 1933?1935 Rektor der Erlanger Universität. 1935 kam er als Ordinarius an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er 1935?1937 ebenfalls als Rektor amtierte. Am Abend des 15. November 1935 schloss (im Zusammenhang mit einer von den Nationalsozialisten am 18. November geplanten Demonstration gegen den Bischof Matthias Ehrenfried) Rektor Reinmöller die Würzburger Katholisch-Theologische Fakultät, welche ? nach Protesten und Demonstration durch Theologen (insbesondere Dompfarrer Heinrich Leier) ? am 25. November jedoch wieder den theologischen Lehrbetrieb aufnahm. Nach einer Auseinandersetzung mit dem zuvor in Gegnerschaft zu Bischof Ehrenfried stehenden Gauleiter von Unterfranken Otto Hellmuth am 1. April 1938 emeritiert, zog er sich Reinmöller auf seinen Landsitz in Ahrenshoop zurück. 

Reinmöller war ab 1937 Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. In der Sturmabteilung stieg er zum SA-Standartenführer auf. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er auf seinem Landsitz in Ahrenshoop im Sommer 1946 verhaftet und in Gulags verschleppt. Nach dreijähriger Inhaftierung, unter anderem im Lager Tscherepowez, wurde er Weihnachten 1949 nach Deutschland entlassen. Er lebte zuletzt in Marburg.*1


*1 - Dieser Artikel basiert auf dem Artikel "Johannes Reinmölle"aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Im Nachlass enthalten:

- bayrischer Militär-Sanitäts-Orden 2. Klasse in Traumzustand im Einwickelpapier. Gestempelt G.H.900 (Gebrüder Hemmerle aus München). Wunderschöne unverputzte Patina
- 4-fach Ordensspange (EKII, Hanseatenorden, Frontkämpferehrenkreuz, Treudienstehrenzeichen)
-  Mecklenburg-Schwerin Militär-Verdienstkreuz 1.Klasse 1914
- 2-fach Ordensspange Mecklenburg-Schwerin (Verdienstmedaille in Bronze Friedrich Franz II., Militär Dienstkreuz 2.Klasse für 15 Jahre)
- Mecklenburg-Schwerin Mitgliedsabzeichen Mecklenburger Kriegerverband 1. Form
- Eisernes Kreuz 1.Klasse 1914 mit Silberpunze 935
- Verwundetenabzeichen in Schwarz 1918
- Bayern Prinz-Alfons-Erinnerungszeichen
- Abzeichen Bayrischer Kriegerbund
- Freistaat Bayern Kronprinz Rupprecht-Medaille in Bronze
- Bayern Prinzregent Luitpold Medaille in Bronze
- 2 x sehr schöne Glaskannen mit detaillierter Verzierung. Die Deckel jeweils mit Gravur. Beide eine Schenkung an Reinmöller der Studenten Verbindung Visogothia als liebenswertes Sekundieren. Er war als Unparteiischer bei der Mensur tätig.

Extrem seltene Gruppe und eine besondere Gelegenheit einem Militär-Sanitäts-Orden 2. Klasse mit Provenienz zu erwerben !!!

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